Studiengebühren in Baden-Württemberg weiter rechtmäßig
Die Studiengebühren in Baden-Württemberg sind weiterhin rechtmäßig. Dies entschied heute der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim. Aufgrund der Bedeutung der Frage ist aber eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht zugelassen.
Die Kläger/innen, die zuvor bereits erfolglos vor dem Verwaltungsgericht Freiburg bzw. dem Verwaltungsgericht Karlsruhe gegen die Studiengebühren geklagt hatten, sehen durch die Studiengebühren u.a. den durch das Grundgesetz geschützten Gleichheitsgrundsatz gemäß Art. 3 Absatz 1 Grundgesetz verletzt.
Eine Klägerin aus Freiburg klagte wegen einer ihrer Ansicht nach ungleichheitlichen Behandlung bei der Befreiung von Studiengebühren aufgrund von Kindern.
Die Kläger aus Karlsruhe sahen eine Benachteiligung, da sie aufgrund des Wehrdienstes bzw. Zivildienstes erst ein Jahr verspätet ihr Studium aufnehmen konnten und daher gegenüber ihren Kommilitionen benachteiligt waren, die bereits ein Jahr zuvor - noch studiengebührenfrei - ihr Studium begonnen hatten.
Studiengebühren in Hamburg sollen reduziert werden
Die Studiengebühren in Hamburg sollen von 500 € pro Semester auf 375 € pro Semester gesenkt werden. Zudem sollen die Studiengebühren ab WS 2008/2009 nicht mehr direkt, sondern erst nach Abschluss des Studiums und erst ab einem Jahresgehalt von 30.000 € erhoben werden. Darauf haben sich CDU und Grüne/Alternative Liste heute abend während ihrer Koalitionsverhandlungen in Hamburg geeinigt.
Noch gestern hatten die Grünen in der Hamburger Bürgerschaft Anträgen der SPD und der Partei Die Linke, nach deren Inhalten die Studiengebühren in Hamburg wieder abgeschafft werden sollten, ihre Unterstützung versagt.
Exzellenzinitiative: sechs neue Elite-Unis
In Runde 2 der Exzellenzinitiative wurden sechs weitere Universitäten in den Eliterang erhoben. Neben den bereits letztes Jahr gekührten Universität München, der Uni Karlsruhe (TH) und der TU München dürfen sich nun auch die Universitäten in Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz sowie die FU berlin und die RWTH Aachen als Exzellenzuniversität bezeichnen. Dabei steht die Exzellenzinitiative auch weiterhin in der Kritik: so seien Universitäten in Ostdeutschland benachteiligt, das Förderverfahren belaste durch seine einseitige Gewichtung auf die Forschung zudem die Lehre.
OVG Münster: Studiengebühren in NRW rechtens
Vor dem Oberverwaltungsgericht Münster, der höchsten richterlichen Instanz auf Ebene des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, mussten Studenten, die gegen Studiengebühren geklagt hatten, erneut einen Rückschlag erdulden. Eine Fortführung des Rechtsstreites vor dem Bundesverwaltungsgericht ist geplant.
VG Saarland: kein Aussetzen der Studiengebühren
Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hat gegen den Eilantrag einer Studentin der Uni des Saarlandes entschieden: diese und ihre Kommilitonen sind vorerst weiter verpflichtet, Studiengebühren von bis zu 500 Euro ab dem kommenden Wintersemester zu zahlen. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht aber noch aus.
Podcasts statt Vorlesung? - Die mobile Uni für die Hosentasche
Podcasts sind inzwischen ein weit verbreitetes Medium. Die Einsatzgebiete sind vielfältig, ob in der Unterhaltung, im Marketing oder als Sprachkurs. Nach amerikanischem Vorbild könnten Podcasts nun auch Unis in Deutschland erobern und Studenten das Lernen erleichtern.
Boykott: HfbK Hamburg muss Studenten exmatrikulieren
Die Studenten an der HfbK Hamburg haben als einzige Hochschule in Hamburg ihr gesetztes Quorum für einen Gebührenboykott erreicht: die Hochschule sieht nun, nach Abklärung mit dem Bildungssenator in Hamburg, keine andere Möglichkeit, als 269 ihrer Studenten zu exmatrikulieren. Damit würde die HfbK knapp die Hälfte ihrer Studierenden verlieren.
Bildung ist keine Ware
Die Einführung von Studiengebühren wird inzwischen unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten erforscht. Die in einer Studie der Uni Hohenheim gestellte Frage nach der Kundenzufriedenheit bei den Studenten lässt jedoch die wesentliche Frage unberührt: können überhaupt durch Studiengebühren die Studienbedingungen verbessert werden?
Studenten: Studiengebühren führen nicht zu Verbesserungen
Eine neue Studie der Universität Hohenheim zeigt auf, dass Studenten keine Verbesserungen der Studienbedingungen durch die eingeführten Studiengebühren sehen. Viele Studenten fehlt es allein schon an Informationen darüber, wie die Studiengebühren verwendet werden.
Verwaltungsgericht Freiburg hält Studiengebühren für rechtmäßig
Das Verwaltungsgericht Freiburg sieht keine Unvereinbarkeit zwischen Grundgesetz und der Einführung von Studiengebühren in Baden-Württemberg und weist die Musterklagen von drei Studenten aus Freiburg und Konstanz ab.
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