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Trashmonkeys: 'The Maker'

'This is Bremen, not England!'

Ja, genau, Bremen. Nicht London, nicht Mailand oder Bologna. Denn dort sind die Trashmonkeys schon lange in aller Ohren, spätestens seit ihrem 2002 bei Acid Jazz erschienenem zweiten Album Clubtown.

Nun brausen die Trashmonkeys auf Hamburgs L'AGE D'OR auf und begeben sich auf Spritztour durch alle Musikstile, die einem bei dieser rockigen Achterbahnfahrt in den Sinn schießen.

Trashmonkeys: The Maker CoverDabei ist der Kopf längst abgeschaltet, das Nervensystem versucht noch, den wippenden Schädel und die zuckenden Beine zu koordinieren.
"Allright", lasst die Tour beginnen, mit Song No 1, der einem mit seinem Trommelwirbel und treibenden Gitarrenriffs gleich auf 100 bringt.
Was dann folgt, lässt sich in keine Schublade mehr ordnen. Gerade beim beschwingten Innocent angekommen, noch den Refrain mitsummend, landet man schon im schwebenden Instrumental "The Maker", beim dem die von Offer Stock gespielte Hammond Orgel einen besonderen Reiz versprüht.
Um sogleich wieder aus der Gemütlichkeit gerissen zu werden, denn beim kreischigen Wake Up zuckt schon die ganze Hüfte mit.
Isn't it good, ist es nicht gut, wie die Trashmonkeys einem auf ihrer Spritztour durch alle Reize dreißigjähriger Rockmusik tragen? Und während man bei diesem Tribut an die Neunziger nach der Frage nachhängt, ob hier die Gallagher-Brüder verehrt oder eher verarscht werden, sausen die vier Jungs schon weiter, um mit I Need You die gelungenste Wiederbelebung der Kinks zu erreichen. Jetzt sitzt keiner mehr.

Nun gibt es auch auf The Maker kleine Schwächen, zwar mag der Effekt von Tape Song, welcher wirklich klingt, als sei er von Cassette übertragen, nett ein, der Song überzeugt aber nicht.

Stattdessen setzt man sich lieber in ein Café und genießt die Cool Autumn Sun und wettet insgeheim darauf, dass dieses herrliche Retrowerk bald auf einem Quentin-Tarantino-Soundtrack wiederzuhören ist.

Viel besser wird einem The Maker aber in einer Bremer Kneipe im Bermudadreieck schmecken, garniert mit einem Cocktail, der einem mit etwas Glück von den Trashmonkeys selbst dahingezaubert wurde.

Bevor man sich mit So Slow etwas die Synapsen von diesem Musiktrip erholt (um gleich wieder die Repeat-Taste zu suchen), bleibt das Fazit: Die Trashmonkeys rocken mit The Maker locker an allem vorbei, was derzeit als hip gilt.

31.08.2004 | Christian Reinstorf

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