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Bildungsstreik 2009: In Essen kommt es nach Demonstration zu Auseinandersetzungen mit der Polizei

Bei der heutigen Demonstration für bessere Bildung, zu der sich rund 3000 Teilnehmer in der Innenstadt von Essen versammelt hatten, kam es nach der offiziellen Beendigung der Veranstaltung zu Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Studenten und Schülern und der Polizei. Dabei wurde auch versucht, in das Rathaus von Essen einzudringen. Die Essener Polizei nahm die Personalien von insgesamt 154 Teilnehmern auf - darunter auch 35 minderjährigen Schülern.

Aufruf zum Bildungsstreik 2009 in Essen

Demoplakat Bildungsstreik 2009 in Essen. An der Demo heute beteiligten sich über 3000 Schüler und Studenten.

500 Teilnehmer hatten die Veranstalter der Bildungsstreik Demo in Essen erwartet, nach Schätzungen der Polizei folgten über 3000 Teilnehmer dem Demonstrationsaufruf.

Wie auch in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen protestierten die Studenten und Schüler gegen unterfinanzierte Hochschulen, überfüllte Hörsäle und schlecht ausgestattete Schulen. Zudem wurden die NRW erhoben Studiengebühren kritisiert.

Bereits in der letzten Woche hatten Studenten den größten Hörsaal der Universität Essen besetzt, diesen jedoch nach einem Ultimatum am Freitag geräumt. Ebenso wurde der besetzte Hörsaal der Uni Dusiburg geräumt, dort drohte eine Räumung durch Polizeikräfte. Nach Räumung der Hörsäle kam es am Freitag zu einer spontanen friedlichen Demo mit einigen hundert Teilnehmern.

Bei der heutigen Demonstration zogen geschätzte 3000 Schüler und Studenten zuerst friedlich durch die Essener Innenstadt, wodurch es zu leichten Verkehrsbehinderungen kam.

Nach der offiziellen Beendigung der Demonstration kam es laut Polizeiangaben zu spontanen Straßenblockaden, auch der Blockade eines Kreisverkehrs in der Essener Innenstadt. Ebenso wurden laut Polizeiangaben Polizeisperrungen durchbrochen.

Eskalation vor dem Rathaus

Vor dem Rathaus in Essen kam es dann zu einer Eskalation, als Demonstrationsteilnehmer versuchten, hier die Absperrungen der Polizei zu durchbrechen und ins Rathaus zu gelangen. Die Demonstranten wurden daraufhin von der Polizei eingekesselt und in Bussen abgeführt, von etwas über 150 Teilnehmern wurden die Personalien erfasst.

Auch von 35 minderjährigen Schülern wurden durch die Polizei Personalien aufgenommen und deren Eltern informiert.

Die Polizei erwägt, gegen einzelne Teilnehmer Anzeigen wegen Verstöße gegen das Versammlungsgesetz zu erheben.

17.11.2009 | (cr)

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