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Uni Hamburg: Uni-Präsidentin Auweter-Kurtz scheidet aus dem Amt

Die umstrittene Präsidentin der Uni Hamburg, Frau Auweter-Kurtz, hat letzten Freitag einen Auflösungsvertrag unterschrieben, wonach sie am heutigen Mittwoch aus dem Amt als Universitätspräsidentin der Uni Hamburg ausscheidet. In den letzten Monaten hatten zahlreiche Professoren sowie auch fünf Dekane an der Uni Hamburg massive Kritik am Führungsstil der Uni-Präsidentin geäußert.

Die Wissenschaftssenatorin in Hamburg, Frau Herlind Gundelach (CDU), sieht in dem Auseinandergehen die beste Lösung. Zuvor hatte die Wissenschaftssenatorin bereits ein Abfindungsangebot an Frau Auweter-Kurtz öffentlich gemacht und damit den Druck auf die Uni-Präsidentin auch seitens des Hamburger Senats erhöht.

Frau Auweter-Kurtz war in zuvor kursierenden Protestbriefen an der Uni Hamburg ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen worden, der in dieser Form nicht in den Wissenschaftsbetrieb passen würde.

Ebenso war seitens der Professorenschaft die große Zustimmung der Uni-Präsidentin zum geplanten Umzug der Uni Hamburg in den Hamburger Hafen kritisiert worden.

Zuvor war zudem kritisiert worden, dass Frau Auweter-Kurtz in öffentlichen Aussagen beteuerte, die Universität und insbesondere die sechs Dekane an der Universität, ständen hinter ihr. Dieser Aussage wurde später seitens fünf der sechs Dekane an der Uni Hamburg widersprochen.

Studenten, die Frau Auweter-Kurtz aufgrund ihrer als Physikprofessorin zuvor nachgesagten Nähe zur Rüstingsindustrie als "Raketen-Moni" (nach dem Vornamen Monika) tauften, kritisierten wiederholt die zustimmende Haltung zu Studiengebühren, die Frau Auweter-Kurtz seit Amtsantritt im Jahre 2006 vertrat.

Die nun verbleibene Universitätsleitung plant, in Zukunft das Reformtempo an der Uni Hamburg kritisch zu überdenken. Die vorübergehende Leitung soll die bisherige Vizepräsidentin, Frau Gabriele Löschper, übernehmen.

Am morgigen Donnerstag tagt der Akademische Senat an der Uni Hamburg, dieser könnte dem Hochschulrat die Abwahl von Frau Auweter-Kurtz empfehlen.

Durch eine noch unter dem parteilosen Wissenschaftssenator Dräger eingeführte Änderung im Hamburgischen Hochschulgesetz wird der Unipräsident der Uni Hamburg durch einen Hochschulrat gewählt, der sich aus Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzt. Dadurch wurden aber auch die eigendemokratischen Befugnisse an der Universität Hamburg beschränkt. Der Hochschulrat in Hamburg will nun alsbald eine Findungskommission für das Amt des Unipräsidenten aufstellen.

08.07.2009 | (cr)

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