Erneut mussten Studierende, die gegen Studiengebühren klagten, vor Gericht eine Schlappe hinnehmen. Das Oberverwaltungsgericht Münster, die höchstinstanzliche Verwaltungsgerichtsbarkeit in Nordrhein-Westfalen, hat in einem von Studenten aus Paderborn betriebenen Berufungsverfahren entschieden, dass der Erhebung von Studiengebühren in NRW der auch von Deutschland ratifizierte UN-Sozialpakt nicht entgegensteht.
Im UN-Sozialpakt verpflichten sich die Mitgliedsländer, geeignete Maßnahmen zu treffen, um jedem, der zum Studieren befähigt ist, ein Studium zu ermöglichen. Zu diesen Maßnahmen gehört insbesondere auch die Unentgeltlichkeit.
weiterlesen...
Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hat gegen den Eilantrag einer Studentin der Uni des Saarlandes entschieden: diese und ihre Kommilitonen sind vorerst weiter verpflichtet, Studiengebühren von bis zu 500 Euro ab dem kommenden Wintersemester zu zahlen. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht aber noch aus.
zum Artikel...
Die Studenten an der HfbK Hamburg haben als einzige Hochschule in Hamburg ihr gesetztes Quorum für einen Gebührenboykott erreicht: die Hochschule sieht nun, nach Abklärung mit dem Bildungssenator in Hamburg, keine andere Möglichkeit, als 269 ihrer Studenten zu exmatrikulieren. Damit würde die HfbK knapp die Hälfte ihrer Studierenden verlieren.
zum Artikel...
Weitere Artikel:
Studenten: Studiengebühren führen nicht zu Verbesserungen
Verwaltungsgericht Freiburg hält Studiengebühren für rechtmäßig
Studiengebühren-Satzung an der Uni Bielefeld verfassungswidrig
Hakenkreuz darf wieder durchgestrichen werden
Uni Münster beschließt Studiengebühren
Demo in Karlsruhe: Zwei Jahre Studiengebühren
Österreich will Studiengebühren beibehalten
Hessen: Studiengebühren beschlossen
Studiengebühren: Hessen kocht
Studenten auf der Straße: Demos gegen Studiengebühren