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Studieren wird teurer

Nicht nur die kommenden Studiengebühren in Niedersachsen, Bayern, Hessen und weiteren Bundesländern verteuern ein Studium in Deutschland. Auch die am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossene Änderung, das Kindergeld nur noch bis zum 25. statt wie bisher bis zum 27. Lebensjahr zu zahlen, erhöht die finanzielle Belastung bei Aufnahme eines Studiums. Zudem kommen weitere Faktoren hinzu, durch die Studieren teurer werden wird.

"In Deutschland zu studieren wird immer teurer und immer schwieriger", warnt Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW). "Die [am Mittwoch] im Kabinett gefassten Beschlüsse, die Mehrwertsteuer zu erhöhen und die Altersgrenze beim Kindergeld zu senken, belasten die Studierenden und ihre Eltern finanziell erheblich."

Zugleich wurde das BAföG seit 2001 nicht mehr an die Preisentwicklung angepasst, so dass Studenten heute effektiv weniger Unterstützung bekommen als vor fünf Jahren. Ca. 25% der Studierenden sind auf das BAföG angewiesen.

Aber auch die Erhöhung der Abgabenpauschale bei Minijobs von 25% auf 30% belasten Studierende. Die erhöhten Abgaben für Arbeitgeber könnte zum Wegfall dieser oft auch von Studenten genutzten Jobmöglichkeit führen - oder zu Lohnkürzungen. Nach der letzten Sozialerhebung der Deutschen Studentenwerke jobben fast 70 %, um das Studium zu finanzieren.

Die in vielen Bundesländern bereits beschlossenen Studiengebühren in Höhe von meist 500 Euro pro Semester (in Hessen können es sogar bis zu 1500 Euro pro Semester werden) belasten die Studenten zusätzlich mit ca. 83 Euro pro Monat.

Neben diesen direkten neuen Abgaben fallen aber auch indirekte Faktoren ins Gewicht, die ein Studium verteuern. So werden in einigen Bundesländern auch die Zuschüsse für die Studentenwerke gekürzt. Diese haben dadurch weniger Möglichkeiten, günstige Wohnungen in Studentenwohnheimen oder günstige Gerichte in den Unimensen anzubieten. In Nordrhein-Westfalen sollen die Zuschüsse der Studentenwerke in diesem Jahr um ca. 20% gekürzt werden.

Inzwischen planen insbesondere die Studiengebühren einführenden Bundesländer, aber auch die KfW-Förderbank bundesweit, Kreditangebote für Studenten anzubieten. Die erhöhten Lebenskosten und Kosten für das Studium werden so über Bankkredite finanziert, die nach dem Studium bei Berufsbeginn zurückgezahlt werden müssen. Der Kredit der KfW bietet z.B. eine monatliche Unterstützung in Höhe von 100 bis 650 Euro und wird mit derzeit nominal 5,1% verzinst.

12.05.2006 | (cr)

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