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Holtzbrinck kauft StudiVZ

Die Studentencommunity StudiVZ wurde am 02.01.2007 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck übernommen.

Das StudiVZ war 2005 gegründet worden und behauptet nach eigenen Angaben, inzwischen über eine Million Mitglieder in Europa zu haben. Laut unbestätigten Angaben von SPIEGEL Online soll die Holtzbrinck-Gruppe für das StudiVZ einen Kaufpreis von 100 Millionen Euro gezahlt haben.

Kritik am Verhalten der Gründer und Sicherheitsbedenken belasteten das StudiVZ Ende 2006

Ende 2006 war das StudiVZ massiv in Kritik geraten, als Blogger zahlreiche Sicherheitslücken im StudiVZ entdeckten, durch die Daten der Nutzer ausgespäht werden konnten. Zudem fiel einer der Gründer, Ehssan Dariani, durch eine geschmacklose Geburtstagseinladung im Stil des Völkischen Beobachters sowie durch die Veröffentlichung einiger selbstgedrehter Videos auf, auf denen er zwei junge Frauen in einer U-Bahn ungebührlich anmachte bzw. eine vermutlich angetrunkene Frau auf einer Toilette interviewte. Ähnlich negativ fiel auf, dass eine Gruppe im StudiVZ virtuell ihren weiblichen Kommilitoninnen durch verabredetes Massengruscheln nachstellte. Anstatt die Gruppe zu verwarnen bwz. zu sperren, baten die Gründer des StudiVZ anfangs um eine Einladung zu dieser Gruppe.
Erst als sowohl in der Bloggerszene und dann auch in den bekannten Onlinemedien über die Vorgänge berichtet wurde, versuchte das StudiVZ, ein solches Verhalten seiner Nutzer zu unterbinden und startete eine Diskussion über einen Verhaltenskodex im StudiVZ. Ebenso wurde an den Sicherheitslücken gearbeitet, teils unter Mithilfe der Community.



SPIEGEL ONLINE: Kaufpreis 100 Millionen Euro

Laut einem Bericht auf SPIEGEL ONLINE soll die Holtzbrinck-Gruppe 100 Millionen Euro für das StudiVZ gezahlt haben. Die Holtzbrinck-Verlagsgruppe äußerte sich nicht zur Höhe des Kaufpreises, ebensowenig das StudiVZ. Holtzbrinck hatte sich bereits im Sommer 2006 mit zwei Millionen Euro am StudiVZ beteiligt. Neben Holtzbrinck waren u.a. die Samwer-Brüder, in Deutschland durch den Klingeltonanbieter Jamba bekannt geworden, an dem StudiVZ finanziell beteiligt.

Die Gründer des StudiVZ, Ehssan Dariani und Dennis Bemmann sowie der später hinzugekommene Michael Brehm, sollen dem Unternehmen erhalten bleiben, ebenso das Team an Mitarbeitern, die von Berlin aus sowohl das StudiVZ als auch StudiVZ-Ableger in Frankreich, Spanien, Polen und Italien betreuen.


Vorbild des StudiVZ ist das in Amerika unter Studenten populäre Facebook, über welches seit einigen Monaten ebenfalls Übernahmegerüchte im Umlauf sind.

Nutzerdaten sollen beim StudiVZ bleiben

In ihrer Presserklärung verkündete das StudiVZ, dass das StudiVZ eine eigenständige Einheit bleiben werde und die Nutzerdaten daher nicht von anderen Holtzbrinck-Unternehmen verwendet werden könnten. Zum Holtzbrinck-Verlag gehören u.a. die Wochenzeitung Die Zeit sowie das im Herbst 2006 gegründete Studentenmagazin ZEIT Campus, welches sich unter dem Namen Uni Zeit ebenfalls an einer Studentencommunity versucht.

Einnahmen soll das StudiVZ durch Werbung erbringen. Da die Nutzer des StudiVZ zahlreiche persönliche Daten angeben, ist eine zielgenaue Werbung nach Interessen möglich. Laut Presseerklärung des StudiVZ soll die Nutzung der Studentencommunity für die Studenten weiterhin kostenlos bleiben.

03.01.2007 | (cr)

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