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Medizinstudenten: Miserable Arbeitsbedingungen machen Zukunft in Deutschland ungewiss

Medizinstudenten sehen ihrer Zukunft als Arzt in Deutschland mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Viele Studenten kritisieren die miserablen Arbeitsbedingungen an deutschen Kliniken. Dabei sind mehr als die Hälfte der angehenden Ärzte bereit, wöchentlich auch 50 Stunden und mehr zu arbeiten.

Dies ergab eine Umfrage, die von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. unter 3.600 Medizinstudenten durchgeführt wurde.

Das Meinungsbild der Umfrage zeigt deutlich: zufrieden sind die zukünftigen Ärzte nicht mit den auf sie zukommenden Arbeitsbedingungen, besonders jenen der Assistenzärzte im Krankenhaus.

Knapp 80 % der Befragten bezeichnen die Vereinbarkeit des Medizinerberufes mit der Gründung einer Familie als schwierig oder sehr schwierig; dabei hegen 86 % der Studenten einen Kinderwunsch.
Wichtige Faktoren bei der Wahl des Arbeitsplatzes seien der Ruf des Krankenhauses und angebotene Fortbildungsmöglichkeiten. Auch ein gutes Betriebsklima zu den Kollegen und Vorgesetzten sehen die Mehrzahl der Studenten als entscheidend für die Wahl ihres Arbeitsplatzes an.
Dafür wären sogar knapp 60 % der befragten Studierenden bereit, unter Umständen auch unbezahlte Überstunden zu leisten, 40 % lehnen dies strikt ab.

"Die Medizinstudierenden würden gerne in Deutschland ärztlich tätig werden, sehen sich aber durch die schlechten Arbeitsbedingungen von Assistenzärzten in deutschen Krankenhäusern oft gezwungen, Jobs in medizinnahen Berufsfeldern oder im Ausland anzunehmen", kommentiert Maike Wilk, Bundeskoordinatorin der AG Gesundheitspolitik der BVMD, die Ergebnisse der Umfrage.

Auch die individuellen Kommentare der Befragten zeigen: zufrieden mit ihrer Zukunft sind viele der Medizinstudenten nicht. "Es sollte den Verantwortlichen zu denken geben", schrieb etwa ein Medizinstudent, "wenn man im 3. Semester schon einen Norwegisch-Kurs besucht".

So kommentiert auch Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe die Umfrage kritisch und richtig einen Appell an die Politik: "Die Politik und auch die Krankenhausträger sollten solche Aussagen sehr ernst nehmen. Die Arbeitsbedingungen für Ärzte müssen sich grundlegend verbessern, sonst bricht uns der Nachwuchs auf breiter Front weg."

Die Ergebnisse der Umfrage wurden bei der Bundesärztekammer veröffentlicht:

Kurzfassung der Ergebnisse (PDF-Dokument)

Langfassung der Ergebnisse (PDF-Dokument)

12.01.2006 | (cr)

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Das Thema im Studentenforum:

Wie seht Ihr Eure zukünftigen Arbeitsbedingungen in Deutschland? Oder plant Ihr eine Karriere in England, Skandinavien oder Dubai? Wir freuen uns auf Eure Kommentare im Studentenforum: Medizin.


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