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Google Scholar startet auf Deutsch

Neue Suchfunktion soll die wissenschaftliche Recherche unterstützen Das amerikanische Internet-Unternehmen Google hat seinen wissenschaftliche Recherche Dienst Google Scholar nun auch in Deutschland als Beta-Version eingeführt.

Die englische Version von Google Scholar war bereits im November 2004 online gestellt worden.

Im Gegensatz zur normalen Google-Suche durchforstet Google Scholar lediglich Bücher, wissenschaftliche Aufsätze, Vorabdrucke in Magazinen, Seminar-, Doktor-, Magister- und Diplomarbeiten sowie Artikel, die aus Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen stammen.

Dabei werden auch Quellen wie Bücher oder Aufsätze aufgeführt, die online nicht verfügbar sind, aber in anderen Werken zum Thema zitiert werden.

Die Zitationen eines Textes werden zudem für die Gewichtung herangezogen, zugleich kann man durch diese Funktion herausfinden, wer ein entsprechendes Werk zitiert hat.

Google gibt an, für den Scholar Dienst ca. 10 Millionen Dokumente indiziert zu haben.

Bei einem von CampusReporter.de durchgeführten stichpunktartigen Test fielen die Ergebnisse bisher allerdings dürftig aus:
Eine Suche nach "Bürgertum Arthur Schnitzler" (als Beispiel für Germanisten gewählt) beförderte gerademal fünf Quellen zu Tage.
Auch eine Suche nach "Vereinigungstheorie" (für Jura-Studenten) ergab nur wenige Treffer, beim Zugriff auf eine Inaugural-Dissertation von Volker E. Wedekind wurde zudem die gesamte 306 Seiten umfassende Doktorarbeit geladen, ohne die relevanten Stellen aufzuführen.

Eine Suche nach - vielleicht auch für Google selbst interessanter - "latent semantic indexing" ergab allerdings schon 58 Ergebnisse für die deutsche Suche - bei der englischen Google Scholar Suche sind es bereits knapp 4.000. Eine Suche nach dem deutschen Ausdruck "latente semantische Analyse" (ein statistisches Verfahren zur Analyse von Textkorpora aus dem Fachgebiet der automatischen Sprachverarbeitung in der Informatik) fand dabei nur fünf Ergebnisse.

Neben der neuen Suchfunktion von Google gibt es bereits verschiedene etablierte wissenschaftliche Recherchemöglichkeiten im Netz: die amerikanische Spezialsuchmaschine Scirus hat über 130 Millionen wissenschaftlicher Internetseiten indexziert, zudem auch zwanzig Millionen Zeitschriftenartikel.

Die an der Bibliothek der Universität Bielefeld angesiedelte Bielefeld Academic Search Engine (BASE), die seit neuestem auch mit Google Scholar kooperiert und damit ihren Bestand an indexierten Seiten von 2,8 Millionen auf zehn Millionen anheben konnte, bietet gegenüber Scholar weitere Funktionen zur Verfeinerung der Suche durch Schlagwörter, Suche nach bestimmten Autoren oder der Quelle.

Bei Google Scholar sind zwar manche dieser Einschränkungen auch einstellbar, allerdings müssen diese vor einer Suche über die Funktion "Erweiterte Scholar Einstellungen" eingegeben werden, während sie bei BASE als Optionen erscheinen.

Auch Google Konkurrent Microsoft plant, eine wissenschaftliche Suche anzubieten. Windows Live Academic Search soll diesen Dienst zur Zeit nur für die Fachgebiete Eletronic Engineering, Computerwissenschaften und Physik anbieten und hat ca. sechs Millionen Einträge indexiert. Derzeit scheint die Seite bei Windows Live allerdings nicht erreichbar.

23.04.2006 | (cr)

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Eure Meinung, Eure Erfahrungen:

Nutzt Ihr eine der Spezialsuchmaschinen zur wissenschaftlichen Recherche oder "googelt" Ihr nur? Wir freuen uns auf Eure Meinung im Studentenforum: Google Scholar nun auch auf Deutsch.


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