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05.11.03

Calendar Girls



© Buena Vista International and Touchstone Pictures


GB 2003
Regie: Nigel Cole ("Grasgeflüster")
Mit: Helen Mirren, Julie Walters, John Alderton u.a.

Schon seit einigen Jahren präsentieren sich England und Irland mit erfrischenden, oft erfreulich komisch-skurillen Produktionen, welche sich auf schräge Weise dem Hinterland und ihren Bewohnern auf den britischen Inseln widmen; man denke nur an "Full Monty" und "Lang lebe Nad Devine".
Und natürlich "Grasgeflüster", jenem Film, welcher den Regisseur Nigel Cole auch in Deutschland berühmt gemacht hat.
"Calendar Girls" reiht sich ein in diese Gesellschaft, oder, um gleich eine Wertung vorwegzunehmen, bemüht sich, diesen Vorbildern gerecht zu werden.

Der Inhalt in aller Kürze: Chris und einige ihrer Freundinnen aus dem regionalem Komitee des "Women's Institute" fassen den Entschluß, mit einem Kalender Geld zu sammeln für jenes Krankenhaus, in welchem der Ehemann ihrer Freundin Annie wegen Leukämie behandelt wird und verstirbt. Jedoch: damit jener Kalender ein Erfolg wird, entscheiden sie sich, selbst als Pin-Ups Modell zu stehen, anstatt, wie in den Jahren zuvor, ein Kalender über Brücken, Kirchen o.ä. der - übrigens auch im Film sehr zu geniessenden - Landschaft der Grafschaft Yorkshire herauszugeben. Diesem Kalender nun ist soviel Erfolg vergönnt, das zu guter letzt selbst Hollywood winkt - wobei darin nur die Wrklichkeit wiedergespiegelt wird, denn der Film basiert eben auf einer wahren Gegebenheit.
Und reiht sich somit eher in Hollywoods Liebe zu "True Stories" ein. Das anfangs pfiffige und amüsante Drehbuch verkommt zu einem Rührstück in bester Hollywood-Manier: überzeichnet, mit allzu einfach gestrickter Moral verknüpft, dazu "one-liners" in bester Manier eines Jay Leno, welcher zumal mit seiner Late Night Show im Film einen Gastauftritt genießt.
Der schöne Anfang dieses Films, auch die durchaus guten Leistungen der Schauspieler, besonders jener von Helen Mirren und John Alderton, verkommen hier in einem Film, der seine Qualität nicht halten kann und eher ins Programm einer "FilmFilm"-Reihe als denn in den Friedrichsbau passt.

Geschrieben von Christian Reinstorf am 05.11.03
Kommentar(e):

Fand den Film eigentlich ganz amüsant, aber nicht unbedint herausragend. War meiner Meinung nach zu sehr an Ganz oder gar nicht ( mit den männern, die ne stripshow veranstalten ) angelehnt.
Ausserdem wurde vieles nicht klar verfolgt( was war z.B. genau mit dem sohn?
Trotzdem ganz okay

Geschrieben von: Marleen

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