31.03.04
Elephant

USA 2003
Regie: Gus van Sant
Mit: Alex Frost, Eric Deulen, John Robinson, Elias McConnell, Jordan Taylor, Carrie Finklea, Nicole George, Brittany Mountain, Alicia Miles, Kristen Hicks, Bennie Dixon, Nathan Tyson, Timothy Bottoms, Matt Malloy, Ellis E. Williams
„Elephant“ bekam in Cannes sogar zwei Palmen und wurde damit über alles gelobt. Hervorzuheben sind der Verzicht auf plumpe Klischees und Antworten, die ihn zu einem politischen Film machen, über den das Publikum diskutieren kann, weil eben Diskussionsbedarf geliefert wird.
Es geht um die Schilderung des Lebens auf einer normalen High School. Betrachtet werden dabei mehrere Jugendliche, denen jeweils ein ganzer Teil des Filmes gewidmet wird. Schön ist dabei, dass alle Geschichten an einem bestimmten Punkt zusammenlaufen. Der Film verläuft nicht in linearen Bahnen, verzichtet aber durchaus nicht auf ein festes Muster, das stets durchgehalten wird. Höhepunkt und Ende des Films ist die Schilderung eines Tages zweier Jungs, die gerne Klavier spielen, lesen, PC-Spiele zocken und schließlich Waffen aus dem Internet kaufen, um damit dutzende ihrer Mitschüler und Lehrer abzuknallen.
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Geschrieben von am 31.03.04
24.03.04
Brass on Fire - Iag Bari
Wenn man ausnahmensweise einmal schon im Voraus ein sicheres Gefühl hat, welcher Film an einem Abend bei Payafter laufen wird, sollte man ab sofort gewarnt sein: denn auch Herr Wiedemann dachte ursprünglich, am heutigen Mittwoch, "Schultze get the blues" zeigen zu können. Stattdessen steckte die Filmrolle auf der Autobahn fest und um 21:15h fehlte weiterhin ein Film für den Abend. Die "Lösung": eine Dokumentation über Fanfare Ciocalia, einer Roma-Band aus den Karpaten, die inzwischen weltweit ihre Fans begeistern.

Nun gibt es wahrscheinlich seit Buena Vista Social Club einen gewissen Drang, bei weltweit erfolgreichen Bands der Ethnomusikszene gleich eine filmische Dokumentation zu drehen, ein immer wieder aufblühende Geschichte vom Glück, welches durch den musikalischen Erfolg auf eine ansonsten unbeachtete Region fallen kann. Im rumänischen Dorf Zece Prajini (Zehn Felder) nun träumt ein jeder, als Musiker so erfolgreich zu sein oder werden wie die Mitglieder der Fanfare Ciocalia; ein Junge fischt ein Horn aus einem See, sucht jemanden, der es ihm herrichten kann und schaut dem Zug nach, der die Band in die Welt hinaustragen wird.
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Geschrieben von Christian Reinstorf am 24.03.04
10.03.04
Das große Rennen von Belleville

Die Geschichte ist nicht die des fanatischen Radfahrers namens Champion, der von einigen zwielichtigen Mafiosis gekidnappt wird und in die Metropole Belleville gebracht wird.
Nein, es ist vielmehr die Geschichte seiner fürsorgenden Großmutter und deren Hund namens Bruno, die ihn retten wollen und dadurch in die abstrusesten Abenteuer geraten.
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Geschrieben von am 10.03.04
Les Triplettes de Belleville
(Das große Rennen von Belleville)
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Frankreich/Begien 2003
Regie: Sylvain Chomet
Willkommen in den Dreißigern! ruft einem dieser Film gleich entgegen, kaum das er beginnt: eine Bühne im Konzerthaus, darauf Tänzer, Musiker, Sängerinnen... Django Reinhardt spielt seine Gitarre mit den Zehen, ältere Herren reissen sich um Bananen und dann kommt auch schon der Auftritt des fabelhaften Trios von Belleville. All dass wird aber gespeist ins allendliche Fernsehprogramm von Madame Souza und ihrem Enkel, einem kleinen verwöhnten Dickerchen. Mit ihm weiss auch Madame Souza nichts rechtes anzufangen und kauft ihm deshalb immer neues Spielzeug und sogar einen kleinen Hund, Bruno. Jener kann auch für eine Zeit als Kamerad herhalten, muss dafür aber auch einiges aushalten: die Spielzeugeisenbahn fährt ihm prompt erst mal über seinen Schwanz. Ergebnis: Hund mit Neurose: nichts wird für ihn schöner als den Zügen hinterherzubellen, die bald fast durch das Schlafzimmer dieses ursrpünglich ländlich gelegenen Hauses rattern. Längst hat sich die Stadt so weit ausgebreitet, dass sich Madame Souzas kleines Heim sogar unter einer Brücke hinwegbeugen muss.
Und der Kleine? Sammelt heimlich Bilder von James Dean auf einem Fahrrad, von Fahrrädern allgemein oder von der Tour de France. Und weil Dean eine so schöne Frau in den Armen hält (und ein Fahrrad), will auch er Rennsportprofi auf zwei Rädern werden. Anfangs ist es noch ein Dreirad, auf dem er im Hof seine Runden dreht, dann wird aus der kleinen "Kugel" ein hagerer Sportler, der jeden Tag mit dem Fahhrad durch Stadt und Land heizt, angetrieben von der Trillerpfeife seiner Großmutter.

Bruno wird währenddessen schon ignoriert und träumt davon, selbst einmal einen Zug zu steuern. Bald hat unser Radler Beine, die umfangreicher sind als sein Oberkörper und nur noch mit einem Küchenmixer durchgeknetet werden können und dann kommt der große Moment: die Tour de France.
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Geschrieben von Christian Reinstorf am 10.03.04
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