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AGG hat sich im Grundsatz bewährt

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Beitrag 18.8.2008, 15:46
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Erstsemester
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Zum zweiten Jahrestag des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes am 18. August 2008 zieht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine positive Bilanz, betont aber zugleich, dass Deutschland noch immer ein Land ist, in dem Antidiskriminierung nicht selbstverständlich sei.

Das AGG hat in Deutschland insbesondere im Arbeitsleben zu mehr Gerechtigkeit geführt. Es ist eine Chance für Unternehmen in Deutschland, Personalarbeit sachlicher und effizienter zu gestalten, erklärte ver.di. Die Befürchtungen von Arbeitgeberverbänden, das AGG behindere die Wirtschaft, schaffe mehr Bürokratie und lade zum massenhaften Missbrauch ein, hätten sich nicht bestätigt, hieß es.

Das AGG habe den Unternehmern deutlich gemacht, dass Diskriminierung schlecht sei, während sich Vielfalt – auch ökonomisch – positiv auswirke. Den Betroffenen habe das Gesetz längst überfällige Rechte eingeräumt, in der Wirtschaft sei die Sensibilität für Benachteiligungen gewachsen. Dennoch gebe es noch immer Diskriminierung in Deutschland: So verdienten etwa Frauen noch immer bis zu ein Viertel weniger als Männer und seien als Führungskräfte kaum vertreten. Ältere fänden ebenso wie Behinderte nur schwer eine Arbeit. Lesben und Schwule würden noch immer diskriminiert und wagten es häufig nicht, sich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen.

Bund, Länder und Kommunen müssten nun weitere Anstrengungen unternehmen, um dass Gesetz in der Wirtschaft und bei den Zielgruppen bekannt zu machen. Es gelte, eine regelrechte Antidiskriminierungskultur in Deutschland zu etablieren, etwa durch Schaffung einer bundesweit flächendeckenden Infrastruktur an Beratungsstellen gegen Diskriminierung, forderte ver.di.

http://www.uebergebuehr.de/nc/de/aktuell/n...dsatz-bewaehrt/
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