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Ob sich eine Ausbildung zum Volljuristen (Studium, Referendariat und beide Staatsexamen) lohnt, hängt wie Sie schon richtig in Ihrer Anfrage schreiben, entscheidend von den Examensnoten ab. Sehr gute Berufs- und exzellente Gehaltsaussichten bieten sich, wen beide Examen mit einer Note >= 9 Punkten (vollbefriedigend) absolviert werden. Allerdings liegt die Quote der Absolventen, die 9 und mehr Punkte erreichen, schon in jedem einzelnen Examen nur bei etwa 10-15%. Beide Examen werden von noch viel weniger Kandidaten mit diesem Ergebnis absolviert. Sind die Noten etwas schlechter (etwa ein Examen vollbefriedigend, das andere nur befriedigend), sind die Chancen immer noch sehr gut. Werden hingegen beide Examen nur gerade bestanden, sind die Aussichten auf dem juristischen Arbeitsmarkt trübe. Bis zu welchen Examensnoten genau gute Aussichten bestehen, ist konjunkturabhängig.
Der Aufwand für die komplette Juristenausbildung lohnt sich wahrscheinlich nur, wenn man die Juristerei als Hauptberuf betreiben will. Zum Erwerb von zusätzlichen Rechtskenntnissen ist der Aufwand zu groß. Andererseits dürfte ein Studium von einigen Semestern ohne Abschluss kaum zum Erwerb der speziellen Kenntnisse führen, die für Ihre Berufspläne nützlich sind, führen.
Vielleicht wäre FH-Studiengang Wirtschaftsrecht, wie ihn manche Fachhochschulen anbieten (einfach Bachelor Wirtschaftsrecht googeln) für Sie das richtige?
Viel Erfolg und schöne Grüße Thomas Rüfner, Trier
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