Erstmal zur zweiten Frage:
ZITAT
Der Silbenansatz (engl. onset) ist in vielen Sprachen obligatorisch, in anderen (inkl. Deutsch) darf der Silbenansatz auch fehlen.
(
Wikipedia: Silbenansatz)
Als Beispiel würde mir die dritte Silbe um im Wort Museum einfallen, da müsste das U ja den Silbengipfel darstellen, das M ist die Koda aber ein Silbenanlaut/Ansatz/Onset fehlt doch, oder sehe ich das falsch?
Zur ersten Frage: willst Du die Morphemgrenzen oder die Silbengrenzen?
Mir kommt das ja so vor, als würden die morphemischen Grenzen anders sein als die Silbengrenzen.
Morphemisch (also der Bedeutung nach) müsste "vor" ja eine Silbe sein (da etwas vorher dasein muss, damit dies erreicht werden kann), aber von der phonetischen Seite her wird das 'r' und das 'aus' ja nicht getrennt, wobei ich vom Sprachgefühl her meine, dass der 'r' Laut verdoppelt wird... gibt es so was?
Die Sequenz tz kann ja wohl kaum ein Silbenanlaut bilden, daher kann Nummer zwei und Nummer vier schon mal nicht sein. Als Silbenauslaut (Bsp: Gesetz) ist es durchaus möglich. Aber zwischen Nummer eins und Nummer drei schwanke ich jetzt auch, da ich nach meinem Sprachgefühl den R-Laut verdoppeln würde... wenn es eine solche Verdoppelung nicht gibt, würde ich Vo-raus-setz-ung-en wählen... (sprich: Nummer eins)
Wie man aber merkt: bin wirklich kein Spezialist darin, habe mich mal durch solche Gesetze für das Englische durchgeschlagen, aber das ist auf der anderen Seite wieder rausgeflogen...