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sina11
hallo,
ich habe mal eine frage, auf die ich bis jetzt nirgendwo eine genauere antwort gefunden habe:
was passiert, wenn man sein arbeitspensum in einem semester verkleinert, und weniger leistungen und scheine erbringt, als es einem der studienverlaufsplan eigentlich nahe legt?
und ist die regelstudienzeit nur ein richtwert in der jeweiligen studienordnung oder muss man sich unbedingt daran halten?
ich hoffe auf hilfreiche antworten.
danke im voraus
chris
Hallo Sina,

die Regelstudienzeit ist ein Richtwert, der aber meist nur um eine bestimmte Zeit überschritten werden darf.

Wenn Du Dich in diesem Semester dazu entschließt, weniger zu machen, als der Studienplan eigentlich vorsieht, dann solltest Du aber insbesondere darauf achten, dass Du dadurch nicht unnötige Hürden in den nächsten Semestern aufbaust, da man viele Kurse/Seminare/Veranstaltungen nur besuchen kann, wenn man bestimmte vorherige Kurse erfolgreich abgeschlossen hat.

Wenn Du gerade in Deinem Studium das Gefühl hast, dass Dir die Arbeit über den Kopf wächst, mag es Dich vielleicht ein wenig trösten, dass es derzeit seit Einführung des Bachelor-Modells sehr vielen Studenten so geht, für Studienberater heißt dieses neue Phänomen wohl nur noch Bachelor Burnout.

Bei mir z.B. beginnt ein typischer Unitag auch morgens um 8 und ich sitze nachts um 1 noch an dem Stoff.

Was ich mit dem ganzen sagen will? Versuche erstmal zu schauen, ob Du Dir die Arbeit besser einteilen/verteilen kannst, um das jetzt geforderte Pensum zu schaffen, denn wenn man aus einzelnen Kursen aussteigt, muss man diese bekanntlich später ableisten und hat dann leider ein Doppelpensum der aktuellen Veranstaltungen plus der alten nicht absolvierten Veranstaltungen zu schultern.

Natürlich kann ich von hier ohne Wissen zu Deinem Studiengang oder Deiner sonstigen Lebenssituation wenig dazu sagen, ob es jetzt sinnvoller ist, sich durchzubeißen oder einzelne Module zu streichen und später zu machen und dadurch länger zu studieren.

Es gilt zwar, dass ein Bachelorstudiengang nicht in sechs Semestern absolviert sein muss, aber durch die verschulte Modulstruktur wird es leider sehr schwierig, aus diesem Korsett auszubrechen. Ein fehlender Kurs kann leider gleich zu einer Verkettung von fehlenden Folgeveranstaltungen führen.

In den früheren Studiengängen auf Diplom- oder Magisterbasis war die Regelstudienzeit übrigens ein Richtwert, der in vielen Studiengängen von den Absolventen um bis zu 50 % überschritten wurde (dort wurde also z.B. 13 statt 9 Semester Germanistik studiert). Beim jetzigen Bachelor sind solche Überschreitungen aber eher selten.

mfg, chris
Sina
ZITAT(chris @ 28.11.2007, 18:52 ) *

Hallo Sina,

die Regelstudienzeit ist ein Richtwert, der aber meist nur um eine bestimmte Zeit überschritten werden darf.

Wenn Du Dich in diesem Semester dazu entschließt, weniger zu machen, als der Studienplan eigentlich vorsieht, dann solltest Du aber insbesondere darauf achten, dass Du dadurch nicht unnötige Hürden in den nächsten Semestern aufbaust, da man viele Kurse/Seminare/Veranstaltungen nur besuchen kann, wenn man bestimmte vorherige Kurse erfolgreich abgeschlossen hat.

Wenn Du gerade in Deinem Studium das Gefühl hast, dass Dir die Arbeit über den Kopf wächst, mag es Dich vielleicht ein wenig trösten, dass es derzeit seit Einführung des Bachelor-Modells sehr vielen Studenten so geht, für Studienberater heißt dieses neue Phänomen wohl nur noch Bachelor Burnout.

Bei mir z.B. beginnt ein typischer Unitag auch morgens um 8 und ich sitze nachts um 1 noch an dem Stoff.

Was ich mit dem ganzen sagen will? Versuche erstmal zu schauen, ob Du Dir die Arbeit besser einteilen/verteilen kannst, um das jetzt geforderte Pensum zu schaffen, denn wenn man aus einzelnen Kursen aussteigt, muss man diese bekanntlich später ableisten und hat dann leider ein Doppelpensum der aktuellen Veranstaltungen plus der alten nicht absolvierten Veranstaltungen zu schultern.

Natürlich kann ich von hier ohne Wissen zu Deinem Studiengang oder Deiner sonstigen Lebenssituation wenig dazu sagen, ob es jetzt sinnvoller ist, sich durchzubeißen oder einzelne Module zu streichen und später zu machen und dadurch länger zu studieren.

Es gilt zwar, dass ein Bachelorstudiengang nicht in sechs Semestern absolviert sein muss, aber durch die verschulte Modulstruktur wird es leider sehr schwierig, aus diesem Korsett auszubrechen. Ein fehlender Kurs kann leider gleich zu einer Verkettung von fehlenden Folgeveranstaltungen führen.

In den früheren Studiengängen auf Diplom- oder Magisterbasis war die Regelstudienzeit übrigens ein Richtwert, der in vielen Studiengängen von den Absolventen um bis zu 50 % überschritten wurde (dort wurde also z.B. 13 statt 9 Semester Germanistik studiert). Beim jetzigen Bachelor sind solche Überschreitungen aber eher selten.

mfg, chris

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