Die ver.di Jugend fordert die Übernahme nach der Ausbildung. Statt Perspektiven zu bieten droht die Arbeitgeberseite mit Arbeitszeitverlängerung. Ohne Übernahme ist es Ausbildung für die Arbeitslosigkeit.
"Eine Verlängerung der Arbeitszeit bedeutet Arbeitsplatzabbau und das weniger ausgelernte Auszubildende übernommen werden. Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit ist das zynisch und verantwortungslos", sagt Markus Kosmal, 21, Auszubildender am Klinikum Nord in Nürnberg. ver.di Jugend fordert daher eine verbindliche Regelung zur Übernahme – sowohl für die Auszubildenden nach dem Berufsbildungsgesetz als auch in den Pflegeberufen. Unbefristet, in Vollzeit, ausbildungsgerecht und wohnortnah lauten die Kernforderungen.
Weitere Forderungen der ver.di Jugend: Die Angleichung der Ausbildungsvergütungen im Osten an das Westniveau und eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 120 Euro. "Das Leben wird immer teurer. Wir brauchen eine Vergütung, von der wir auch leben können", so Kosmal.
Die Forderungen der Jugendlichen sind berechtigt und Bestandteil des Forderungspaktes von ver.di. Hier ist die zentrale Forderung eine Erhöhung der Entgelte um 8 Prozent, mindesten jedoch 200 Euro.
ver.di Jugend kündigt nun an, sich auch weiterhin an den Warnstreiks zu beteiligen. Sie will so den Anliegen junger Menschen – eine gesicherte und planbare Zukunft – Nachdruck verleihen.
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