Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat den vom Bewachungsgewerbe angekündigten Antrag auf Aufnahme in das Arbeitnehmerentsendegesetz als skandalös bezeichnet. Der Arbeitgeberverband BDWS wolle gemeinsam mit der Gewerkschaft Öffentliche Dienste (GÖD) Armutslöhne auf Jahre festschreiben. „Es ist ein Hohn, wenn Vollzeitbeschäftigte in einem teilweise gefährlichen Beruf am Ende des Monats 995 Euro brutto auf dem Lohnzettel haben“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn. So etwas sei mit ver.di nicht zu machen.
Die ver.di-Tarifkommission hatte vor einem Monat das letzte Angebot der Arbeitgeberseite mit einer Untergrenze von 5,75 Euro pro Stunde ab 2009 als völlig unzureichend zurückgewiesen. Unverständlich sei zudem, dass sich die Arbeitgeber angesichts der erweiterten Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU ab 2009 nicht zu einem bundesweit einheitlichen Lohn in akzeptabler Höhe durchringen wollten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) werde auch künftig gegen Hungerlöhne im Bewachungsgewerbe kämpfen, betonte Gerstenkorn.
http://www.uebergebuehr.de/nc/de/aktuell/n...achungsgewerbe/